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Umfrage zu Bin Laden und Afghanistan
Klasse 8d am Kolleg St. Blasien
Die
Klasse 8d führte in kleinen
Gruppen unter der Leitung ihrer Religionslehrers Herrn Rudolf eine Umfrage zum
Thema „Bin Laden und Afghanistan“ in der Umgebung St. Blasiens durch.
Einerseits wurden Fragebögen ausgeteilt, andererseits haben die Schüler und
Schülerinnen Passanten mündlich befragt. Es wurden ca. 90 Leute interviewt.
Dabei erhielten die Schülerinnen und Schüler ein vielseitiges Ergebnis:
Frage
Nr. 1: Ist die Todesstrafe für Bin Laden berechtigt?
Hier
waren 2/3 der Meinung, dass er getötet werden solle, weil so ein Verbrechen
wie am 11 September nicht ungestraft bleiben darf.
Andere
jedoch haben die Todesstrafe mit den Zehn Geboten verglichen „Du darfst
nicht töten“ und waren deshalb dagegen.
Manche
waren auch davon überzeugt, dass sie nicht das Recht besitzen über diese
Angelegenheit zu urteilen.
Frage
Nr. 2: Wie sollen die USA handeln?
Zu
dieser Frage reagierten die Befragten teils sehr abweisend.
Andere
waren der Meinung: Die USA sollten gegen die Terroristen stärker vorgehen. Außerdem
sollten die USA sich an die Armut der dritten Welt erinnern. Die USA sollten
den Krieg härter und mobiler führen und
so schnell wie möglich beenden.
Frage
Nr. 3: Denken sie, dass es auch Anschläge auf Deutschland geben wird?
Hier
haben sich die meisten für NEIN entschieden. Nur ein kleiner Teil denkt, dass
Deutschland gefährdet ist.
Bei
dieser Frage haben die Befragten nicht lange nachgedacht, sondern waren sehr
entschlossen bei ihrer Antwort, da sie wahrscheinlich schon darüber
nachgedacht haben.
Frage
Nr. 4: Sagen die Medien die Wahrheit?
Auch
hier war wiederum die Mehrheit für NEIN, weil die Medien oft viele falsche
Informationen bekommen und weitergeben, da sie nicht wissen, ob sie wahr oder
falsch sind.
Frage
Nr. 5: Gibt es weitere Mittäter?
Fast
alle waren davon überzeugt, dass es noch weitere Mittäter gibt.
Nur
ein knapper Bruchteil der Bevölkerung glaubte nicht an weitere Mittäter und
war fest davon überzeugt, dass nur Bin Laden die Schuld dafür zu geben sei!
Frage
Nr. 6: Denken Sie, dass das Handeln Schröders richtig ist?
Insgesamt
fanden von den befragten Personen 2/3 das Handeln Schröders gut.
8 Personen fanden es nicht gut.
Bei
dieser Frage haben sich einige Leute enthalten, da sie entweder nichts darüber
wussten oder es nicht beurteilen konnten.
Frage
Nr. 7: Soll man deutsche Soldaten nach Afghanistan schicken?
Die
Hälfte der Befragten antwortete mit JA. Viele sind der Meinung, das
Deutschland dazu verpflichtet ist die USA zu unterstützen. Ein Mann erklärte
sogar, dass die Soldaten, die nach Afghanistan gehen, ausschließlich
Freiwillige sind. Fast die Hälfte antwortete mit NEIN. 5 Personen wussten es
nicht genau.
Frage
Nr.8: Hegen sie Abneigung gegen Moslems?
Fast
alle antworteten mit NEIN: „Die Moslems die hier leben, können nichts dafür.“
Außerdem sehen viele keinen Zusammenhang zwischen den Terroristen und den
anderen Moslems. Einige haben auch geantwortet, das Menschen, auch wenn sie
eine andere Religion haben, deswegen nicht schlechter sind. 3 sagten, das sie
Abneigung gegen Moslems empfinden und zwei wollten nicht ja, aber auch nicht
nein sagen.
Frage
Nr.9: Haben sie Angst vor einem dritten Weltkrieg?
Etwas
mehr als die Hälfte antworteten mit JA, da ein Krieg schnell anfängt. Fast
die Hälfte hatten keine Angst.
„Man
darf keine Angst haben, das verstärkt die Panik nur.“ Nur eine Person
konnte sich nicht entscheiden.
Wie
man an dieser Umfrage merkt, haben die Leute sich sehr viele Gedanken zu diesem
Thema gemacht. Seit dem 11. September hat sich sehr viel verändert. Wir waren
überrascht, wie viele für die Verhängung der Todesstrafe über Osama bin
Laden waren. Außerdem war es auch interessant zu sehen, dass die Meinungen
nicht altersabhängig waren.
Obwohl
schon drei Monate vergangen sind, herrscht immer noch große Fassungslosigkeit
und Verständnislosigkeit über die Anschläge. Und wir denken, dass die Frage
,,Wie konnten Menschen so etwas tun?" uns noch lange bewegen wird.
Erstellt
und ausgewertet von den Schüler/innen der Klasse 8d, Schuljahr 2001/02,
veröffentlicht im Schwabo und in der BZ.
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