Für viele ist es unverständlich, warum sich die
Kirche ihre Position nicht zur Verhinderung der Massenmorde zu Nutzte machte,
sie setzte sich nur für Christen mit jüdischer Herkunft ein. Die Haltung der
Kirche wurde oft als das „ Schweigen des Papstes“ bezeichnet, denn die Kirche
verhielt sich feige und half nur im
Stillen mit vorgehaltener Hand.
Die Katholische Kirche handelte nur
„nebensächlich“ und dann auch nur sehr wenig.
Auch die Evangelische Kirche verhielt
sich den Massenmorden der Nationalsozialisten
sehr schweigsam und alles andere als hilfsbereit. Natürlich gab es immer
wieder Ausnahmen. Beispielsweise wurde ein Pater, nachdem er predigte, dass es
die Schuld der Christen sei, dass den
Juden nicht geholfen werde und das man sich energisch gegen die
Judenverfolgung vorgehen sollte,
zusammengeschlagen und verurteilt. ( Dank des Einsatzes von Landsbischof
Theophil Wurm kam er nicht in das KZ.) Genau so geschah es mit allen Helfern
die sich gegen die Judenverfolgung der Nazis einsetzten.
Einer der letzten Aktionen gegen die Judenverfolgung war, das durch
Evangelisten 1938 gegründete, Büro Grüber, welches sich auf die Unterstützung von
Juden konzentrierte. 1940 wurde dieses Büro aber geschlossen und Grüber
verhaftet.
In den folgenden Jahren gab es gar keine
Proteste oder Aktionen von der Kirche, gegen die Massenmorde. Mancher Bischof
behauptete zu dieser Zeit, dass ein Prozess die Position der Juden nur verschlimmern würde.
Eine Ausnahme war hier Dompropst
Bernhard Lichtenberg. Er unterstützte die Juden immer wieder und
versuchte sie zu retten. Lichtenberg starb 1943 beim Transport in ein Konzentrationslager.
Erst 1945 formulierte der Rat der
evangelischen Kirche die „Stuttgarter
Schulderklärung“, in welcher die Kirche sich dazu bekannte, Mitverantwortung am
Nationalsozialismus zu tragen.
In dieser Schulderklärung wird aber
nicht dem Leiden der Juden gedacht und es dauerte viele Jahre bis sich die
Evangelische Kirche zu einer Mitschuld an der Judenverfolgung bekannte.
Die Katholische Kirche trägt nach
Ansicht des Vatikans keine Mitverantwortung für den Völkermord der Nazis an den
Juden.
Als Erklärung wurde angegeben, dass die
Wurzeln außerhalb des Christentums seien. Von dem damaligen Papst Pius XII heißt es in einer Stellungnahme, er
habe persönlich oder mit Hilfe seiner Vertreter Hunderttausende jüdische Leben gerettet.
Erst nach einer elfjährigen Vorbereitung
hat der Vatikan eine Stellungnahme zum Thema Judenverfolgung veröffentlicht. In
dieser werden unter anderem erklärt,
dass die Christen sich nicht entschieden genug gegen die Verfolgung von Juden
während der Zeit des Nationalsozialismus eingesetzt hätten.
Es gab aber keine klare Entschuldigung
der Kirchenführung!
In Stichpunkten:
-Kirche
setzt ihre Position nicht zur Verhinderung der Massenmorde ein
è
“
Schweigen der Papstes“
-
ebenso
die ev. Kirche
-
hierbei
gab es aber auch Ausnahmen:
-
Das
Büro Grüber, welches sich zur Aufgabe machte die Juden zu unterstützen
-
Pater
predigte, dass man sich gegen die Massenmorde der Christen wehren müsse
(erwurde zusammengeschlagen und verurteilt)
-1945
wurde die „Stuttgarter Schulderklärung“ von der evangelischen Kirche verfasst
è
Mitverantwortung
der ev. Kirche
-
der Vatikan trägt nach seiner Ansicht keine Mitverantwortung für den Völkermord
-
nach einer elfjährigen Vorbereitung veröffentlichte der Vatikan eine
Schulderklärung
è
Christen
hätten sich nicht genug gegen das Regime gewehrt
Es gab aber bis Heute keine klare Entschuldigung der
Kirche für das nicht Eingreifen der Kirchenführung
Quelle:
http://www.brg-schoren.ac.at/nationalsozialismus/kirche.html
Referat von Max Steinert