Verhältnis Kirche -Staat im 3. Reich

Zuerst Ablehnung:

Nach dem Erfolg der Nationalsozialisten bei der Reichstagswahl 1930 setzte in der Kirche eine intensive Diskussion über den Nationalsozialismus ein.

In der kath. Kirche gab es einige scharfe Erklärungen gegen den Nationalsozialismus. Sie kritisierte das Partei-Programm der NSDAP, weil es sich nicht mit kath. Lehren und Grundsätzen vereinbaren ließ. Vor allem die Frage nach dem Sittlichkeits- und Moralgefühl der germanischen Rasse stieß auf Gegensätze wie die Nächstenliebe. Es gibt kein deutsches Christentum, keine deutsche Kirche und keinen deutschen Gott, wie es die NSDAP forderte.

Fazit: Die Grundsätze der Partei ließen sich nicht mit denen der kath. Kirche vereinbaren. Deshalb einigte man sich darauf, dass man keinen Anhänger der NSDAP zu den heiligen Sakramenten zulassen kann.

Dann Umschwung:

Im März 1933 änderte sich Meinung der Kirche gegenüber Hitlers Partei doch noch. Sie unterzeichnete den Reichskonkordat. Denn nach der Ablehnung nahm sich Hitler vor gegen die kath. Kirche vorzugehen, um deren politische Macht zu brechen. Doch da er viele kath. Wähler hatte, bot er Rom den Reichskonkordat an, um diese nicht zu verlieren. Da viele Bischöfe den Vertrag als einzige Chance ansahen, die kath. Kirche zu retten und da Rom das Hitler- Regime unterschätze, wurde dieser auch unterzeichnet. Damit hatte Hitler erreicht, den politischen Katholizismus zu zerschlagen und das Zentrum an sich aufzulösen. Auch bekam er viele neue Sympathisanten für seine Regierung. Die kath. Kirche erreichte nur ihre weitere Existenz.

Die Kirche gab an, volles Vertrauen zur NSDAP zu haben und diese sei ihr sowieso lieber als der gottlose Bolschewismus. Hitler erkannte die Kirche als wichtigen Faktor für die Erhaltung des deutschen Volkstums an.

 


Referat von Alexander, Daniela und Dominik, Klasse 10b, Februar 2002

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