

Gedämpfte Schwingung | Aufhebung
der Dämpfung | Erzwungene Schwingung | Phasenbeziehung
Wenn wir die Reibung nicht vernachlässigen, verändert das schwingende
System gegenüber der harmonischen Schwingung sein Verhalten:
 | die Amplitude wird immer kleiner, da die Reibung dem System Energie
entzieht.
 | bei (konstanter) Gleitreibung nimmt die Amplitude linear ab
 | bei Luftreibung, die von der Geschwindigkeit abhängt, wird die Abnahme
immer geringer, eine exponentielle Abnahme der Amplitude
 | außerdem verringert sich die Frequenz, da die Reibung die Bewegung
abbremst. |
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Führen wir dem System genau die Energie zu, die bei der Reibung verloren
geht, so können wir die Dämpfung aufheben.
Bsp.: Beim Schaukeln führen wir in jeder Periode eine
Gewichtsverlagerung durch und halten so die Amplitude konstant.
Wenn wir also in derselben Frequenz, in der die Schwingung stattfindet,
periodisch Energie zuführen können wir eine harmonische Schwingung aufrecht
erhalten. Diese Frequenz nennen wir Eigenfrequenz w0
der Schwingung.
Bsp.: Beim Federpendel ist die Eigenfrequenz: w0
= Ö(D/m), beim Fadenpendel gilt: w0
= Ö(g/l).

Wenn wir die Energiezufuhr mit einer anderen Frequenz w
durchführen, so zwingen wir dem schwingenden System eine äußere Frequenz auf:
eine erzwungene Schwingung.
Aus Experimenten erkennen wir:
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Nach einem Einschwingvorgang stellt sich eine Schwingung mit der (äußeren)
Frequenz w ein.
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Wenn wir die äußere Frequenz erhöhen, so nimmt die Amplitude der
Schwingung zu.
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Bei w0 = w
ergibt sich eine Schwingung mit maximaler Amplitude. Es herrscht Resonanz.
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Ist die Reibung gering, so kommt es nun zur Resonanzkatastrophe,
die Amplitude wächst immer weiter, so dass sich Schäden ergeben. Bsp.: Der
Wind schaukelt eine Brücke auf, bis sie bricht.
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Steigern wir die Frequenz weiter, nimmt die Amplitude wieder ab.
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Dies können wir in der Resonanzkurve darstellen: die Amplitude
wird gegen die äußere Frequenz aufgetragen.


4.) Phasenbeziehung bei erzwungenen Schwingungen
Vorbem. 1: Arbeit = Weg mal Kraft: W = F s
Leistung = Arbeit pro Zeit P = W/t = F s/t = F v bzw. Kraft mal
Geschwindigkeit
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Haben Kraft und Geschwindigkeit dasselbe Vorzeichen (dieselbe Richtung),
ist P positiv: Das System nimmt Leistung auf, immer mehr Energie wird
zugeführt.
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Haben Kraft und Geschwindigkeit entgegengesetztes Vorzeichen (Richtung)
ist P negativ: Dem System wird immer Energie entzogen.
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Vorbem. 2: Bei einer Schwingung sind Geschwindigkeit v(t) und
Auslenkung s(t) um um Dj = p/2
phasenverschoben (z. B.: s(t) = s0 sin(wt);
v(t) = v0 cos(wt) = v0
sin(wt + p/2)
).
Resonanzfall
w0 = w
Bei der Eigenfrequenz w0 (bzw. wg.
Dämpfung etwas darunter) tritt Resonanz auf, d. h. das schwingende System wird
durch die äußere Kraft F(t) = F0 sin(wt)
immer stärker aufgeschaukelt, d. h. ihm wird immer mehr Energie zugeführt, bis
die Energiezufuhr gerade so groß wie die Dämpfung ist.
Damit erkennen wir:
a) Je größer die Dämpfung, desto kleiner ist die maximale Amplitude im
Resonanzfall.
b) Im Resonanzfall sind äußere Kraft und Geschwindigkeit in Phase, Dj
= 0, d. h. sie zeigen immer in dieselbe Richtung, ständig wird dem System durch
die äußere Kraft (Erreger) Energie zugeführt. Äußere Kraft und Auslenkung
sind deshalb um Dj = p/2
phasenverschoben.
Außerhalb der Resonanz:
Kraft und Geschwindigkeit sind nicht in Phase (also Kraft und Auslenkung: Dj
¹ p/2),
also zeigen sie nicht immer in die gleiche Richtung, also wird dem System auch
teilweise Energie entzogen. Die Amplitude bleibt deshalb gering.
Experimentell und theoretisch besteht zwischen äußerer Kraft und Auslenkung
folgende Phasenbeziehung.
 | w < w0
: Dj = 0
 | w = w0
: Dj =p/2
 | w > w0
: Dj =p |
| |
Beispiel für w > w0
: Dj =p:
Ab der Zeit t = 0 haben Geschwindigkeit und die äußere Kraft
entgegengesetztes Vorzeichen, F bremst also ab ( P ist negativ,
Energie wird entzogen). Erst ab t = 1,6 s haben sie wieder dasselbe
Vorzeichen (P positiv, Energie wird wieder zugeführt). Im Mittel wird
dem System keine Leistung zugeführt.
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