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Da sich elektromagnetische Schwingungen und mechanische Schwingungen in den
Phänomenen gleichen, blicken wir auf das anschaulichere System zurück: Bei den
mechanischen Schwingungen hatten wir folgende Beobachtung gemacht:
Wenn wir die Energiezufuhr mit einer anderen Frequenz w
als der Eigenzufuhr durchführen, so zwingen wir dem schwingenden System eine äußere
Frequenz auf: eine erzwungene Schwingung.
Aus Experimenten erkennen wir:
 | Nach einem Einschwingvorgang stellt sich eine Schwingung mit der (äußeren)
Frequenz w ein.
 | Wenn wir die äußere Frequenz erhöhen, so nimmt die Amplitude der
Schwingung zu.
 | Bei w = w0
(bzw. wegen der Dämpfung etwas darunter) ergibt sich eine Schwingung mit
maximaler Amplitude. Es herrscht Resonanz.
 | Ist die Reibung gering, so kommt es nun zur Resonanzkatastrophe,
die Amplitude wächst immer weiter, so dass sich Schäden ergeben.
Bsp.: Der Wind schaukelt eine Brücke auf, bis sie bricht.
 | Steigern wir die Frequenz weiter, nimmt die Amplitude wieder ab. |
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Dies können wir in der Resonanzkurve darstellen: die Amplitude
wird gegen die äußere Frequenz aufgetragen.

Bei elektromagnetischen Schwingungen gilt ebenso diese Resonanzkurve: bei
der Eigenfrequenz sind die Amplituden von Ladung / Strom / Spannung / Energie am
größten.

Phasenbeziehung bei erzwungenen Schwingungen
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Arbeit = Weg mal Kraft: W = F s
Leistung = Arbeit / Zeit : P = W/t = F s/t = F v
bzw. Kraft mal Geschwindigkeit
 | Haben Kraft und Geschwindigkeit dasselbe Vorzeichen (dieselbe
Richtung), ist P positiv: Das System nimmt Leistung auf,
immer mehr Energie wird zugeführt.
 | Haben Kraft und Geschwindigkeit entgegengesetztes Vorzeichen
(Richtung) ist P negativ: Dem System wird immer Energie
entzogen. |
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P = U I
 | Spannung / Strom gleichgerichtet: Energiezufuhr
 | Spannung / Strom entgegengesetzt: Energie wird entzogen: |
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Bei einer Schwingung sind Geschwindigkeit v(t) und Auslenkung s(t)
um Dj = p/2
phasenverschoben (z. B.: s(t) = s0 sin(wt);
v(t) = v0 cos(wt) ).
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I(t) und Q(t) um Dj = p/2
phasenverschoben, also ebenso I(t) und UC(t).
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Resonanzfall w = w0
: Bei der Eigenfrequenz w0
(bzw. wg. Dämpfung etwas darunter) tritt Resonanz auf, d. h. das schwingende
System wird durch die äußere Kraft F(t) = F0 sin(wt)
bzw. die äußere Spannung U(t) = Û sin(wt)
immer stärker aufgeschaukelt, d. h. ihm wird immer mehr Energie zugeführt, bis
die Energiezufuhr gerade so groß wie die Dämpfung ist.

Damit erkennen wir:
a) Je größer die Dämpfung, desto kleiner ist die maximale Amplitude im
Resonanzfall.
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b) Im Resonanzfall:
sind äußere Kraft und Geschwindigkeit in Phase, Dj
= 0, d. h. sie zeigen immer in dieselbe Richtung, ständig wird dem
System durch die äußere Kraft (Erreger) Energie zugeführt.
Äußere Kraft und Auslenkung sind deshalb um Dj
= p/2 phasenverschoben.
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Äußere Spannung und Strom sind in Phase: Dj
= 0
d. h. ständige Energiezufuhr
Äußere Spannung und Kondensatorspannung um Dj
= p/2 phasenverschoben. |
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Außerhalb der Resonanz:
Äußere Kraft und Geschwindigkeit sind nicht in Phase (also Kraft und
Auslenkung: Dj ¹
p/2), also zeigen sie nicht immer in
die gleiche Richtung,
also wird dem System auch teilweise Energie entzogen.
Die Amplitude bleibt deshalb gering.
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Äußere Spannung U(t) und Strom sind nicht in Phase (U(t)
und UC (t): Dj ¹
p/2)
teilweise Energieentnahme.
Amplitude gering
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Beispiel für w > w0
: Dj =p
Ab t = 0 haben v / F bzw. U / UC entgegengesetztes
Vorzeichen: Energieabnahme.
Erst ab t = 1,6 s haben sie wieder dasselbe Vorzeichen: Energiezufuhr.
Im Mittel wird dem System keine Energie zugeführt.

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