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1. Gedämpfte Schwingung
Das Ergebnis der mathematischen Behandlung des L-C - Schwingkreises ergab als
Lösung eine harmonische, also ungedämpfte Schwingung. In der Realität
erhalten wir aber stets eine gedämpfte Schwingung, da durch den Widerstand R
insbesondere der Spule Energie verloren geht: PVerlust(t) = R I2(t):
Je schwächer der Strom im L-C - Kreis, desto weniger geht verloren:
exponentielle Abnahme.
Vergleiche mit dem Verhalten der mechanischen Schwingung.
Wenn wir die Reibung nicht vernachlässigen, verändert das schwingende
System gegenüber der harmonischen Schwingung sein Verhalten:
 | die Amplitude wird immer kleiner, da die Reibung dem System Energie
entzieht.
 | bei (konstanter) Gleitreibung nimmt die Amplitude linear ab
 | bei Luftreibung, die von der Geschwindigkeit abhängt, wird die
Abnahme immer geringer, eine exponentielle Abnahme der Amplitude |
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 | außerdem verringert sich die Frequenz, da die Reibung die Bewegung
abbremst. |
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2. Ungedämpfte Schwingung: Meißnerschaltung
Ebenso wie bei der mechanischen Schwingung lässt sich die Dämpfung
aufheben:
Führen wir dem System genau die Energie zu, die bei der Reibung verloren geht,
so können wir die Dämpfung aufheben.
Bsp.: Beim Schaukeln führen wir in jeder Periode eine
Gewichtsverlagerung durch und halten so die Amplitude konstant. Wenn wir also in
derselben Frequenz, in der die Schwingung stattfindet, periodisch Energie zuführen
können wir eine harmonische Schwingung aufrecht erhalten.
Um diese periodische Energiezufuhr im L-C - Kreis - mit der Eigenfrequenz w0
= 1/Ö(LC) - zu automatisieren, hat A. Meißner
folgende Schaltung entwickelt, die mit induktiver Rückkopplung die Energie
zuführt.

 | Der Transistor wirkt als Schalter, der die äußere Gleichspannung U0
nur dann zuschaltet, wenn der Kondensator "oben" (bei 1) positiv
geladen ist, also dieselbe Polung wie die Spannungsquelle aufweist.
 | Dazu wird der Transistor so eingestellt, dass er gerade noch nicht leitet
(UBE = 0,6 V).
 | Wenn im L-C - Kreis "oben" (bei 1) gerade positiv wird, so wird
in der Induktionsspule eine Spannung induziert, die ebenso "oben"
(bei 3) positiv ist (wie beim Trafo!).
 | Damit erhöht sich die Spannung zwischen Basis und Emitter: der Transistor
leitet
 | Die äußere Spannungsquelle kann also zusätzliche Ladungen (als
Kollektor - Emitter - Strom) in den Schwingkreis pumpen und damit auch
Energie.
 | Bei umgekehrter Polung in (1) wird in der Induktionsspule eine umgekehrt
gepolte Spannung induziert, so dass UBE sinkt und der Transistor
sperrt. |
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Da die Verluste des Schwingkreises mit zunehmender Stromamplitude größer
werden, schaukelt sich die Stromamplitude solange auf, bis die zugeführte
Energie in einer Periode gerade den Energieverlust in einer Periode ausgleicht: eine
ungedämpfte Schwingung ist entstanden! | |












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