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6.) SelbstinduktionExp.: Das verspätete Lämpchen Aufbau: Spannungsquelle
mit U1Parallel liegen: Spule und Lämpchen L1 Regelbarer Widerstand R und Lämpchen L2 Vorbereitung: R wird so eingeregelt, dass beide Lämpchen gleich hell
brennen. Damit fließt in beiden Ästen die gleiche Stromstärke I. Durchführung: Der geöffnete Schalter wird geschlossen. Beobachtung: Das Lämpchen L1 bei der Spule leuchtet erst mit Verspätung auf, während L2 sofort brennt. Erklärung: Durch den Einschaltvorgang wird in der Spule eine Induktionsspannung erzeugt, die ihrer Ursache, dem Stromanstieg beim Einschalten, entgegenwirkt, den Anstieg also abbremst. Genauer: U Þ I Þ B: ein ansteigendes B-Feld (parallel zur Spulenachse) ist kreisförmig von einem elektrischen Wirbelfeld umgeben, das auf die Elektronen der Spule wirkt. Gemäß dem Lenzschen Gesetz fließt dadurch ein Induktionsstrom, der seiner Ursache entgegenwirkt, als ein B-Feld in umgekehrter Richtung - also entgegengesetzte Stromrichtung - erzeugt. Die Feldspule ist hier zugleich Induktionsspule!!!! In Formeln: Induktionsspannung: Uind = - n B' A = - n ( m0 mr n/l I'err) A = - n ( m0 mr n/l A) I'err
Noch genauer: Wollen wir dieses Experiment - und insbesondere das Verhalten des "verspäteten Lämpchens", also den Stromverlauf im Spulenast, richtig verstehen, müssen wir wieder die Mathematik bemühen: Im Spulenast des Stromkreises liegt die äußere Spannung U1 an. Zum Zeitpunkt t = 0 gilt: Für t > 0: Der Strom I(t) steigt stark an, Bemerkung: Aus dem Schaubild I(t) kann man somit den Widerstand R und die Eigeninduktivität L berechnen:
Exakte Lösung für I(t): Die Gleichungen (2) bzw. (3) stellen
Differentialgleichungen für I(t) dar. Ausschaltvorgang: Beim Ausschalten verhindert die Spule ein sofortiges
Zusammenbrechen des Stromes: Das Lämpchen brennt länger. Hier hat die DGL die Lösung: 7.) Energie im MagnetfeldEine Spule, die nach dem Ausschalten noch die Spannung Uind(t) und somit den Strom I(t) induziert, gibt folgende elektrische Leistung ab: P(t) = Uind(t) I(t) = - L I'(t) I(t) Welche Energie gibt sie dabei ab? Allgemein gilt: P = W'(t) bzw. W = ò P dt Gesucht ist also die Stammfunktion von P, also W: Damit beträgt die gesamte von der Spule gespeicherte Energie: Wo steckt diese Energie?
Analog: ein Kondensator, an dem die Spannung U anliegt, hat die Energie W = ½ C U2 im elektrischen Feld gespeichert.
Abituraufgaben: 89/3: (a), (b) ohne Effektivwert; 90/4 (a); (c): Verspät. Lämpchen; 95/4 (a): Hallsonde (b): Einschalten; 96/4 (a): Lorentz; (b): Einschalten; (c): schwer; 97/4 (c): schwer; 98/4 ganz!!! |
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Last Update: 20.02.05
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