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Populäre Irrtümer - 2.ter Teil
Die Kohle fließt, die Nase läuft !!
Trotz steigender Ausgaben für das Gesundheitswesen scheint die Anzahl der Kranken zu steigen ! Wir Deutsche sind ein Volk von Kranken:
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10 Mio. |
überhöhter Blutdruck, Rheuma, Rückenschmerzen |
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5 Mio. |
Gallensteine |
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4 Mio. |
Leberschäden |
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3 Mio. |
chronische Bronchitis |
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1 Mio. |
Krebs |
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0,5 Mio. |
Muskelschwund |
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2 Mio. |
Knochenschwund |
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insg.: 25, 5 Mio. |
kranke Bundesbürger |
Bei einer Gesamtbevölkerung von ca. 86 Mio. bleiben also noch 60,5 Mio. gesunde Menschen
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jeder fünfte |
entspricht ca. 17 Mio. Menschen |
psychische Erkrankungen |
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jeder dritte |
entspricht ca. 28 Mio. Menschen |
Allergieleiden |
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ca. 10 Mio. Menschen |
Fettleibigkeit |
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ca. 3 Mio. Menschen |
gesundheitsbedingt Diätgebunden |
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ca. 4 Mio. Menschen |
"venenkrank"/ Thrombosegefährdet |
Dies ergibt also nochmals 62 Mio. kranke Bundesbürger Von den 60, 5 Mio. angeblich Gesunden bleiben nun noch -1,5 Mio. gesunde Menschen, also extrem wenige, übrig.
Dazu kommen noch die vielen Opfer des Alkohols, eines Unfalls oder Aids, kurz gesagt in Deutschland ist
die Zahl derer,die keine gesundheitlichen Probleme haben, gleich null und das, obwohl wir in einem Land
leben, in dem die Ausgaben für das Gesunheitswesen immens hoch sind und immer noch weiter ansteigen.
Kann man also nicht davon ausgehen, dass mit wachsenden Ausgaben für die Gesundheit auch das "Risiko" gesund zu werden oder zu bleiben steigen sollte?
Oder hat sich die Medizin trotz wachsender Möglichkeiten und trotz des angenommenen Fortschritts von
dem Ziel, Menschen zu heilen, entfernt und die Krankenkassen wollen etwa doch nicht, dass ihre Einzahler gesund werden und bleiben?
Wenn man einen genaueren Blick auf den Finanzhaushalt der Krankenkassen wirft, fällt auf, dass sie vorwiegend darauf aus sind, ihre eigenen Interessen zu vertreten: pro Jahr verschlingt allein die Verwaltung
mehr als 10 Milliarden Mark und anstatt in guten Zeiten die Beiträge zu senken schickt man Funktionäre lieber auf Kongresse nach Tokyo und Acapulco, baut exclusive Büros in den teuersten Lauflagen unserer
Städte und macht unser Gesundheitswesen zu einem der größten Finanzdesaster der deutschen Nachkriegsgeschichte - auch unsere Betriebskrankenkassen fallen hier nicht aus dem Rahmen.
Abschließend bleibt zu sagen, daß die Krankenkassen über eine lange Zeit hinweg Korruption und Mißwirtschaft im deutschen Medizinbetrieb nach besten Kräften mit angefeuert haben. Aber ist doch ok,
schließlich profitieren auch wir Steuerzahler von all den gesundheitlich Angeschlagenen. Ein kleines Beispiel fand sich in der ersten Ausgabe unserer Schülerzeitung:
Wer raucht, stirbt durchschnittlich fünf Jahre früher als ein Nichtraucher; somit muß der deutsche Steuerzahler
pro Raucher fünf Jahre weniger Rentengelder aufbringen. Außerdem treiben Raucher weniger Sport und sie entgehen dem Risiko einer Sportverletzung.
Und der Gesundsheitsminister warnt: Rauchen gefährdet die Gesundheit ihres Kindes schon in der Schwangerschaft.
Daraus kann man entnehmen, dass Raucherinnen besser verhüten, da sie sonst während der Schwangerschaft nicht soviel rauchen dürften. Dadurch wird das Problem der Überbevölkerung verringert - na, das ist doch
intersubjektiv nachprüfbar, hhmmm??!! Wenn ihr noch über ein anderes Thema aufgeklärt werden wollt dann schaut doch einfach mal bei Irrtum1.htm vorbei!
Quellenangaben:Krämer, Walter/Trenkler, Götz: Lexikon der popuären Irrtümer, Eichborn-Verlag
Schülerzeitung Kolleg St. Blasien, 1. Ausgabe 2000 Tickerzitat: Theodor Fontane
Die göttlichen Verfasser dieser einmaligen, abgefahrenen Seite sind:Kathrina Jehle und Sebastian Aupperle am Kolleg St.Blasien, Abi 2000. |