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Leonhard Euler (1707-1783)
 Eulers vita Er wurde am 15. April 1707 in Basel geboren und
starb am 18. September 1783 - während er die Bahn des vor kurzem aufgefundenen Planeten Uranus berechnen wollte. "Euler rechnete so mühelos, wie andere Menschen
atmen oder der Adler in den Lüften schwebt". Eulers Zeitgenossen nannten ihn die "fleischgewordene Analysis". Sogar die völlige Blindheit während der letzten Jahre
seines Lebens hemmte in keiner Weise seine unvergleichliche Produktivität. Nähere Angaben zu seiner Schulbildung und zu seinem Privatleben gibt es hier.
Eulers Werke im Überblick
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1735 |
Einleitung zur Rechenkunst zum Gebrauch der Gymnasii |
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1736 |
Mechanica sive motus scientia analytice exposita (über die Mechanik oder die Lehre von Bewegung) |
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1739 |
Tentamen novae theoriae musicae (Versuch zu einer neuen Musiktheorie) |
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1740 |
Scientia navalis (ein zweibändiges Werk über die Lehre der Schiffahrt) |
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1744 |
Theoria motuum planetarum..(Theorie der Planetenbewegungen) |
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1746 |
Nova theoria lucis & colorum (neue Theorie des Lichts und der Farben) |
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1748 |
Introductio in Analysin Infinitorum (zweibändige Einleitung in die Analysis) |
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1755 |
Institutiones calculi differentialis (Differentialrechnung) |
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1756 |
Theorie plus complete des machines... par la reaction de l'eau (über Wasserturbinen) |
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1768 |
Institutiones calculi integralis (Integralrechnung) |
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1770 |
Vollständige Anleitung zur Algebra |
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1771 |
Dioptricae pars prima.. pars secunda.. pars tertia (dreibändiges Werk über die Optik) |
Die Eulersche Zahl Seine maßgeblichen Texte zur Zahl e finden sich in seiner Einleitung zur Analysis, der "Introductio in Analysum
Infinitorum". Dieses Buch ist 1748 in Lausanne erschienen und ist - sofern man die lateinische Sprache beherrscht -
heute noch lesbar. Es fasst das mathematische Wissen der damaligen Zeit im Bereich der Analysis zusammen und gibt zugleich neue Impulse. Diese Einleitung wurde lange als Lehrbuch verwendet und hat die mathematische
Terminologie nachhaltig beeinflusst. Dass dabei mathematische Sachverhalte ganz weithin so geschrieben wurden,
wie wir das heute noch tun, ist keineswegs selbstverständlich: noch bis zum Ende des 16. Jahrhunderts benutzten die europäischen Mathematiker selbst zur Darstellung bloßer linearer Gleichungen die unterschiedlichsten
Schreibweisen. Das Rechnen mit Logarithmen war (nach gewissen Vorstufen, die es bereits im Altertum gab) seit dem 16. Jahrhundert zum Allgemeinwissen der Mathematiker geworden; nur so waren auch die umfangreichen
astronomischen Berechnungen möglich. Wegbereiter dieser neuen Methode waren u.a. Nicolas Chuquet (um 1500), Henry Briggs (1561-1631), John Neper (Napier) (1550-1617), Jost Bürgi (1552-1632) und Johannes
Kepler (1571 -1630). Aber Leonhard Euler betonte nun in aller Klarheit, dass ein Logarithmus nichts anderes als
eine Hochzahl ist. Welche Zahl dabei die jeweilige Basis ist, mußte aus dem Kontext erschlossen werden; eine Schreibweise der Art Logab
gab es noch nicht. In einem ab 1728 zwischen Euler und Johannes Bernoulli geführten Briefwechsel war es noch um die Frage gegangen, was wohl Log(-1) sei. In der Introductio hat Euler dann auch diese Frage beantwortet.
Aus heutiger Sicht wundern wir uns darüber, wie scheinbar unbedenklich Leonhard Euler mit Grenzprozessen umgegangen war. Nur wenn man bedenkt, auf welchem Stand damals die Differential- und Integralrechnung
überhaupt war, wird ersichtlich, daß eine andere Terminologie und Sprechweise von der Entwicklung her einfach nicht möglich war.
Hier folgt eine von sehr vielen möglichen Darstellungen der Eulerschen Zahl e , eine seiner größten Errungenschaften (setze x = 1):
Quellenangaben
Peter Mäder: Mathematik hat Geschichte, Metzler-Verlag, 1992 http://www.zib.de/Euler/1999/thiele.html http://www.zahlenjagd.at/euler.html
http://www.klemensneumann.de/demorgan/euler.html http://www.math.ethz.ch/~michele/AZ/de/e.html
http://www.kk.s.bw.schule.de/mathge/euler.htm
Autoren dieser Seite Thomas Eschbach und Daniel Müller am Kolleg St. Blasien, Abi 2000 |