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Marion Behringer, Badische Zeitung, 13. Juli 2001

 Ein gelungenes Beispiel fächerübergreifender Projektarbeit in Kombination mit aktuellem Zeitgeschehen war die „vollkrasse“  Euro-Party der sechsten Klasse des Kollegs.

ST. BLASIEN (mb). „Kommt zu unserer vollkrassen Euro-Party“, stand auf der Einladung, mit der die Mädchen und Jungen der Kollegsklasse 6d zu ihrer Euro-Fete eingeladen hatten. Und sie hatten nicht zu viel versprochen: der Abend war der Höhepunkt eines mehrwöchigen Europrojektes, das  Lehrer der Klasse zusammen mit den Kindern erarbeitet hatten und mit großem Erfolg an diesem Abend den beeindruckten Gästen präsentierten.

  Allerhand Wissenswertes rund um die neue Währung aber auch eine Menge Interessantes zu den Ländern Europas hatten die Schülerinnen und Schüler zusammengetragen. Sie präsentierten es in englischer und deutscher Sprache untermalt mit landestypischer Musik  in Vorträgen, Sketchen und Liedern.

Zahlreiche Eltern waren dem Aufruf gefolgt und erlebten die Präsentation einer äußerst gelungenen fächerübergreifender Projektarbeit, die den Kindern ebenso viele Freude gemacht zu haben schien wie den beteiligten Lehrkräften. Aktuelles Zeitgeschehen wie die Einführung der neuen Währung  wurde kombiniert mit mathematischen Berechnungen, geographischem Wissen über Europa und praktische Übungen in englischer Sprache.

Klassen- und Englischlehrerin Daniela Bauer hatte zusammen mit dem Mathematikkollegen Jörg Rudolf  sowie Geographielehrer Horst Salzmann die Kinder mit großem Erfolg angeleitet, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Dass sie das mit viel Elan getan hatten, bewiesen die 11 und 12jährigen Mädchen und Jungen vom ersten Moment an.

Gleich zu Beginn wurden die Gäste „viersprachig“ begrüßten: In fließendem Englisch und Französisch sowie in Deutsch und perfektem Alemannisch wussten sich die Gäste ganz individuell angesprochen und befanden sich wenig später auf einer abwechslungsreichen Reise quer durch Europa. Einwohnerzahl und Fläche, landschaftliche Gegebenheiten und typische Produkte „ihres“ Landes, Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten stellten die Schülerinnen und Schüler vor. Selbstständig hatten sie Plakate der einzelnen Länder erstellt, die sie als bunte und phantasievolle Collagen dem Publikum zeigten.

Anschaulich demonstrierten unterstützt durch eine Computerpräsentation die Mädchen und Jungen, wie man in Euro umrechnet und dass sich dabei ganz unbemerkt auch das Taschengeld aufstocken lässt. Daneben stellten sie die Unterschiede von Währungsreform und Währungsumstellung heraus. Sie unternahmen  einen Einkaufsbummel durch  Europa vor und nach Einführung der neuen Währung und kamen nach Abwägung der Vor- und Nachteile schließlich zu dem Schluss, dass  der Euro „okay“ sei.

  Zu guter letzt wollten die Schülerinnen und Schüler nun doch wissen, was denn bei den Eltern von dem an sie herangetragenen Wissen „hängen geblieben“ war und luden ein zu einem Europa - Quiz. Dabei  konnten selbst gemachte „Eurokekse“ gewonnen werden, die zwei der Mädchen mit Pinsel und Zuckerfarbe in süße Euro-Münzen bemalt hatten.

 FOTO: BEHRINGER

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