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Drei Dimensionen von Glauben:
Vergangenheit (1) - Zukunft (2) - Gegenwart (3)
1. Urvertrauen
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„Sich - Verlassen - Dürfen“ auf Mitmenschen, Umwelt und sich selbst
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wesentliche Voraussetzung zur Reifung der Persönlichkeit
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begründet durch intensive und zuverlässige Bezugsperson in früher
Kindheit
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Fehlen: Urmisstrauen, z. T. psychotische Zustände, die therapiert werden
müssen
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Konsequenz: Vertrauen bildet die Basis des Lebens und gibt Kraft zum
Leben.
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2. Hoffnung
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Blick in die Zukunft, von der man Gutes erhofft (Zusammenhang mit
Urvertrauen)
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Bedrohung der Zukunft durch den Tod
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Hoffnung, dass der Tod nicht alles sinnlos macht
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Konsequenz: Hoffnung gibt Mut, diese Welt zu gestalten
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3.) Erfahrung von Glück und Leid
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Bei glücklichen oder leidvollen Erlebnissen erfährt der Mensch ein Gefühl
der Ohnmacht: Glück ist „nicht machbar“.
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Erlebt der Mensch Glück, ergreift ihn eine Sehnsucht nach Dauer dieses
Zustandes.
Dagegen macht er aber die Erfahrung, dass dieses Glück vergänglich ist.
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Konsequenz: Erfahrung, dass ich angewiesen bin auf etwas, das nicht in
meiner Hand liegt.
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Zusammen: Meinem Menschsein, dass mit diesen drei Dimensionen verknüpft
ist, korrespondiert das Versprechen, dass es einen tragenden Urgrund
gibt, dem ich bedingungslos vertrauen darf, eine letzte Sinnerfüllung, die stärker
ist als der Tod, etwas, das Stillung aller Sehnsucht verspricht: Gott.
„Ruhelos ist unser Herz, bis es ruht in dir“ (Augustinus).
Zwei Wortbedeutungen von Glauben sind von Interesse:
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„Ich glaube an Dich“: fides qua creditur: der Glaube als
personale Beziehung, als Voraussetzung des inhaltlichen Glaubens; der
Glaubensakt, auf den ich mich ganz einlasse: „cor do“: ich gebe mein
Herz
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„Ich glaube (Dir), dass ...“: fides quae creditur: der Inhalt
des Glaubens, dem ich zustimme.
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