Biblisch-christlicher Glaube
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Wortbedeutung:

Hebräisch:

Emunah: Treue, Festigkeit, Zuverlässigkeit;

aman: fest machen, fest halten, trauen.

Dieser Wortgebrauch bringt die personale Bedeutung von Glaube zum Ausdruck (1), die Ich - Du - Korrelation zwischen Mensch und Gott. Die Ausformulierung eines Glaubensbekenntnisses ist demgegenüber sekundär.

Biblische Quellen

Grundlage sind die Erfahrungen vieler Menschen mit Gott, wie sie in der Bibel bezeugt werden:

Wortbedeutung von Jahwe: Gott ist für uns da.

Vgl. Ps 91: „Wer im Schutz des Höchsten ruht, ... der sagt zum Herrn: Du bist für mich Zuflucht und Burg, mein Gott, dem ich vertraue ...“

Abraham als Vorbild des Glaubens:

  1. Gen 12, 1-3: Offenheit; Hören auf das Wort Gottes

  2. Gen 12,4: Aufbruch; Handeln im Vertrauen auf Gott;

  3. Gen 15, 1-6: Zweifel; Überwindung der Zweifel aufgrund der Zusage Gottes

  4. Gen 15, 5: Hoffen auf Zukunft

Auch Maria ist Typos eines gläubigen Menschen: Offenheit auf die Botschaft des Engels, Zweifel, Vertrauen.

Röm 10,14-18: Der Christ ist Hörer des Wortes, das ihm verkündigt wird. Der Glaube kommt vom Hören. Insofern ist Glaube als ein Geschenk Gottes zu verstehen, das der Offenheit des Menschen bedarf.

Mitte des christlichen Glaubens, Inhalt und Bezugspunkt, ist Jesus Christus, in dem die Menschenfreundlichkeit Gottes (Ti 3,4f) uns offenbar geworden ist (Selbstoffenbarung Gottes).

Jesus als Glaubender: Hebr 5,7-9: er betet zu Gott; er lernt den Gehorsam; er unterwirft sich dem Willen des Vaters; er gelangt so zur „Vollendung“. (Im „Vater Unser“, Mt 6,9-13, vollziehen wir dies nach: „Dein Wille geschehe“)

Glaubensinhalt

Die Festlegung des Glaubensinhaltes geschieht in grundlegenden Bekenntnisformeln.

AT: „Gott, der uns aus Ägypten herausgeführt hat“ (Num 23,22): Gott als unser Retter

NT: „Christus ist gestorben für unsere Sünden und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden und ist erschienen ...“ (1 Kor 15, 3-5) (vgl. auch Phil 2, 5-11)

Credo: Diese Formeln bilden den Keim des Credo, wie es auf dem Konzil von Nizäa (325 n. Chr.) formuliert wurde.
Dieses Glaubensbekenntnis hat drei Zielrichtungen:
„Ich glaube ....“: Der Inhalt meines Glaubens wird deutlich ausformuliert.

Ihn bekenne ich in Taufe bzw. Firmung (Glaubst Du...? Ich glaube!)
„Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der euch nach dem Grund der Hoffnung fragt, die euch erfüllt“ (1 Petr 3,15).

„Wir glauben ...“:Es ist unser gemeinsamer Glauben, in dem wir uns gegenseitig bestärken.

Neben dem Bekenntnis des „wahren Glaubens“, der Orthodoxie, bedarf es des „richtigen Handelns“, der Orthopraxie. „Nicht jeder, der sagt: Herr! Herr!, wird ins Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.“ (Mt 7,21, ein Ausschnitt der Bergpredigt). Entscheidender Maßstab der Lebensgestaltung ist die Liebe zu Gott, Mitmensch und sich selbst.

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