Sartres Religionskritik
 
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s. a. Schülerreferat (als PowerPoint-Präsentation): PPS (200 kB) - mit Thesenpapier im RTF-Format, eine Seite)

Kurzübersicht: Existenzialismus, Atheismus

Jean - Paul Sartre: französischer Existentialismus

Existentialismus / Existenzphilosophie:
Hauptvertreter sind K. Jaspers, M. Heidegger und J-P. Sartre. Ihnen ist gemeinsam, dass sie davon ausgehen, dass der Mensch Existenz als eine Grunderfahrung wahrnimmt:. Damit verstehen sie Leben als „Entwurf“, als etwas noch zu Gestaltendes. Mitte dieses Jahrhunderts war der E. eine breite Bewegung, die sich in Literatur, Kunst, Film, Mode ausdrückte.
Existenz:
Das Da-Sein; das Vorhanden-Sein;
Essenz:
das So-Sein, das Wesen; die Summe aller Eigenschaften.
Grundthese des Existentialismus: „Die Existenz geht der Essenz voraus.“ (Zumindest beim Menschen)

Entgegengesetzte Positionen: Essenz vor Existenz

Plato: Ideen gehen den konkreten Gegenständen voraus

Theismus: Schöpfer hat den Menschen zuerst „gedacht“ (Essenz) und dann geschaffen (Existenz).

Atheismus im 18. Jhdt.: „Gott“ wird abgeschafft, aber an übergreifenden Werten wird festgehalten, der Mensch ist in seiner „menschlichen Natur“ festgelegt.

Atheismus im Namen der Freiheit

Nach Sartre ist konsequenter Existentialismus atheistisch, da um der Freiheit des Menschen willen Gott nicht existieren darf:

Bsp.:

Handwerker - Papiermesser:

Handwerker legt Essenz fest

Gott - Mensch

analog wäre der Mensch festgelegt, also unfrei.

Folgerung:
Aus der Grundthese des Existenzialismus folgt: die absolute Freiheit des Menschen, der sich als existierend erfährt und nun sein Wesen selbst definieren und festlegen muss (z. B. im Engagement für eine Sache ...) „Der Mensch ist nichts anderes, als wozu er sich macht.“

Folgerung:
Daraus erwächst dem Menschen eine Aufgabe und Verantwortung für sich; er ist verlassen, kann sich auf keine vorgegebenen Werte zurückziehen (Nietzsche!), er hat keine Entschuldigungsmöglichkeit mehr, er allein ist verantwortlich, da: „Der Mensch ist verurteilt, frei zu sein.“ Zugleich ist der Mensch auch für andere verantwortlich, da seine Wahl zugleich für alle Menschen gültig sein sollte (vgl.: der Kantsche kategorische Imperativ: „Handle so, dass es allgemeingültige Maxime sein kann.“).

Kritik am Atheismus Sartres:

Der Atheismus Sartres ist stark durch negative religiöse Erlebnisse bestimmt. So schreibt Sartre in der Autobiographie „Les mots“, dass er als Kind mit Streichhölzern gespielt und dadurch einen kleinen Teppich versengt habe. Da hatte er das Gefühl, dass Gott ihn ansah. Sartre wurde wütend, fluchte ...: „Gott sah mich seitdem nie wieder an.“

Damit wendet er sich zurecht gegen den „Aufpassergott“, wie er ihn erfahren hatte. Zugleich ist dieses Gottesbild aber nicht das christliche, auch wenn es manchmal den Anschein haben sollte.

Der Gott der Bibel ist der befreiende Gott: Exodus: Befreiung aus Ägypten; Propheten: Befreiung von Ungerechtigkeit; Jesus: Befreiung von aller Schuld. Damit stellen Gott und Freiheit kein Widerspruch dar.

Gerade der Gottesglaube ermöglicht es, gegen jede Willkür die Freiheit des Menschen zu bewahren, indem er die menschl. Würde betont, die gegen jede Art von Unmenschlichkeit eingefordert werden muss.

Meine These, die zur Disposition gestellt werden kann:

Damit besteht für Sartres Atheismus kein Grund, im Gegenteil:
Im Namen der Freiheit setzen wir auf Gott!

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