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Mythos - Logos -Praxis
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Pestalozzi: Der Mensch besteht aus
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Kopf,
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Herz und
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Hand.
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Diese Unterscheidung können wir auch bei der Suche nach Gott machen:
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Logos,
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Mythos und
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Praxis.
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Mythos:
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in allen Kulturen / Religionen gibt es den Versuch, über Bilder,
Geschichten, ... sich diesem Etwas zu nähern, was den Menschen übersteigt
und Gott genannt wird
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„Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die
Augen unsichtbar“ (St. Exupery, Kleiner Prinz)
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"Du aber sitzt an deinem Fenster und erträumst sie dir"
(Kafka, Die kaiserliche Botschaft)
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Versuche z. B. der bildenden Kunst eine tiefere Wahrheit und Wirklichkeit
durchscheinen zu lassen
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Erfahrungen an Orten wie Taize
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„Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir.“ (Aurelius
Augustinus, 5. Jhdt)
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"Die Suche nach Gott kann nicht distanziert, neutral durchgeführt
werden, sondern bewegt unser Inneres" (meine These)
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Ihre Ansicht:
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Logos:
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Erste Position: Wenn es Gott gibt, ist auch die Vernunft zu seiner
Erkenntnis nütze. (Fundamentaltheologie)
"Im Anfang war das Wort (der Logos)!" (Johannesprolog Joh 1,1)
Gott und Vernunft sind also kein Gegensatz
"Und Gott schuf den Menschen nach seinem Abbild" (Gen 1,27)
"Fides quaerens intellectum" (Der Glaube, der nach Einsicht
sucht, Anselm v. Canterbury, 1033 - 1109): der Mensch, der an Gott glaubt,
muß diesen Glauben auch vor der Vernunft verantworten; er kann dies, weil
auch die Vernunft von Gott geschaffen wurde und ihm ähnlich ist!
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Zweite Position: Wenn wir von Gott reden ( z. B. "Gott ist
gut"), dann reden wir in analogen Begriffen: wir vergleichen ihn
mit dem, was wir bei Menschen kennen; dabei müssen wir uns bewußt sein, daß
der Unterschied größer ist als die Ähnlichkeit. (4. Laterankonzil,
Analogielehre)
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Dritte Position: Wir können nur sagen, was Gott nicht ist! ("Via
negativa")
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Vierte Position: Wir sind bei der Gotteserkenntnis auf die göttlichen
Offenbarungen angewiesen (untersucht wird vor allem die Hl. Schrift)
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Fünfte Position: "Auch ein Heide kann mit der Vernunft die
Existenz Gottes erkennen" ("natürliche" Theologie)
Gottesbeweise
"Denn sein unsichtbares Wesen wird an den Werken der Schöpfung mit der
Vernunft wahrgenommen" (Röm 1, 20)
Bsp.: Auch der "Heide" Aristoteles hatte in seiner
Philosophie viel von dem erkannt, was das Christentum später lehrte.
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Ihre Ansicht:
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Praxis:
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"Gott im Nächsten suchen": Nächstenliebe
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Rituelle Formen: das Handeln im Gottesdienst vom Singen bis zum
Knien
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"Im Anfang war die Tat" (in Goethes Faust der Versuch, den
Johannesprolog abzuändern)
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Lessing, Nathan der Weise, Ringparabel: die wahre Religion erweist sich
nicht durch Orthodoxie (Recht-gläubigkeit) sondern durch Orthopraxie
(Richtiges Handeln)
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"Gott suchen, ohne den Mimenschen, die Mitwelt zu bedenken, ohne
Wort (Logos / Mythos) und Tat (Praxis) zu verbinden, bleibt nutzlos"
(meine These)
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Ihre Ansicht:
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